Das Tischgedeck

Die bürgerliche Art, den Tisch zu decken, wurde im Zuge der Emanzipation des Bürgertums vom höfischen Adel übernommen. Bis ins 20. Jahrhundert hinein galt für Tischmanieren und Tischgedeck ein strenges und komplexes Regelwerk, das jeder, der zur guten Gesellschaft gehörte, selbstverständlich beherrschte. Vollständige Tafelservices, die die verschiedensten hoch spezialisierten Gläser, Geschirr- und Besteckteile sowie Tischzubehör für in der Regel 12 Personen enthielten, waren sogar in kleinbürgerlichen Haushalten zu finden. Mittlerweile entspannen sich die Tischregeln zunehmend. Das Messer ist beim Essen häufig schon ganz unnötig geworden, und Fischbesteck, Mokkalöffel, Zuckerzangen oder Sherrygläser haben die wenigsten im Haus. Dennoch gibt es auch heute Nischen, in denen die klassische Esskultur hochgehalten wird, und bei offiziellen oder besonders wichtigen Anlässen kann man sich immer noch mit einem Tischgedeck, das acht Besteckteile und vier Gläser umfasst, konfrontiert finden.

das klassische Gedeck

Das klassische Tischgedeck für eine Person ist je nach Menüfolge mehr oder weniger umfangreich. Für einen einzigen Gang liegen Messer und Gabel nebeneinander rechts vom Teller, Gläser stehen rechts oberhalb des Tellers. Für umfangreichere Menüs wird das Besteck der Menüfolge entsprechend von außen nach innen angeordnet. Dessertbesteck liegt oberhalb des Tellers.

das kleine Gedeck

Für ein dreigängiges Menü aus Suppe oder Vorspeise, Hauptgang und Dessert wird das sogenannte kleine Gedeck benötigt. Hier steht auf dem großen Teller für den Hauptgang der kleine Vorspeisenteller, der Suppenteller oder die Suppenschale mit Unterteller. Links oberhalb des Tellers steht ein Salatteller, sofern es zum Hauptgang Salat gibt. Das Geschirr für das Dessert wird erst nach dem Hauptgang hinzugefügt. Rechts vom Teller wird das Messer für den Hauptgang mit der Schneide nach innen gelegt, links vom Teller die dazugehörige Gabel. Wird als Vorspeise Suppe gereicht, liegt rechts neben dem Messer der Suppenlöffel. Gibt es eine andere Vorspeise, werden etwas kleinere Messer und Gabeln rechts beziehungsweise links neben das Besteck für den Hauptgang platziert. Das Dessertbesteck liegt oberhalb des Tellers. Dessertlöffel oder -messer zeigen mit dem Griff nach rechts, Dessertgabeln mit dem Griff nach links. Löffel oder Messer liegen oberhalb der Gabel. Gläser stehen rechts oberhalb des Tellers, in der Regel beginnend mit dem Rotweinglas, das oberhalb des Messers für den Hauptgang in Höhe des Dessertbestecks steht. Gläser für Weißwein und Dessertwein stehen im 45-Grad-Winkel nach unten versetzt rechts neben dem Hauptglas.

das grosse Gedeck

Das große Gedeck wird für ein Fünf-Gänge-Menü aus Vorspeise, Suppe, Fischgang, Fleischgang und Dessert benötigt. Hier steht zunächst nur der große Platzteller auf dem Tisch, weiteres Geschirr wird mit den Gängen aufgetragen. Links neben dem Platzteller steht der Brotteller mit dem aufgelegten Brotmesser. Rechts vom Platzteller liegt das Messer für den Hauptgang, rechts daneben das Fischmesser, dann der Suppenlöffel und ganz außen das kleinere Vorspeisenmesser. Spiegelsymmetrisch dazu liegen die drei entsprechenden Gabeln auf der linken Tellerseite. Oberhalb des Tellers befindet sich das Dessert- und Käsebesteck. Mittig rechts neben dem Teller steht das Wasserglas, darüber das Sherryglas zur Vorspeise. Links davon und leicht nach oben versetzt das Weißweinglas zum Fisch, noch weiter links oben das Rotweinglas zum Fleischgang. Als Letztes folgt das Champagnerglas zum Dessert, es steht etwa auf der Höhe des Dessertbestecks.

Luxushotels der oberen Kategorie

5-Sterne-Hotels gelten als luxuriös und dementsprechend teuer. Sie bieten Komfort, Service und Ambiente im gehobenen Stil und werden von Gästen mit hohen Ansprüchen besucht. Die meisten verfügen nicht nur über Einzel- und Doppelzimmer mit hochwertiger Ausstattung, sondern auch über Suiten, die sich für einen längeren Aufenthalt vor Ort eignen. Suiten haben zum Beispiel getrennte Wohn- und Schlafbereiche, manchmal auch einen Balkon oder eine eigene Terrasse. Manche verfügen zudem über ein Entree, begehbare Schränke für die exklusive Garderobe der Gäste und edle Badezimmer mit Wanne, Dusche und Bidet. Das WC ist manchmal integriert oder in einem eigenen Raum untergebracht. Zu den weiteren Leistungen eines 5-Sterne-Hotels, das häufig auch als Grandhotel bezeichnet wird, gehören Roomservice rund um die Uhr, Wasch- und Bügeldienste und je nach Haus weitere Annehmlichkeiten, die dem Gast den Aufenthalt so bequem wie möglich machen.

Personal und Gäste im 5-Sterne-Hotel

Bereits an der Rezeption erkennt der Gast, ob ein Haus erstklassig und seine 5 Sterne wert ist. Er darf geschulte, höfliche und mehrsprachige Mitarbeiter erwarten, die ihm jeden Wunsch von den Augen ablesen. Der Hotelmanager gibt sich zuvorkommend und nicht vornehmer als seine Gäste. Waren 5-Sterne-Häuser früher den Oberen Zehntausend oder dem Adel vorbehalten, so ist das Publikum heutzutage deutlich gemischter – je nach Lage des Hotels. In den 5-Sterne-Hotels der Großstädte steigen auch Künstler, Geschäftsleute und Besucher aus aller Welt ab, die es sich leisten können, mehrere hundert Euro pro Nacht zu bezahlen. Auch wenn sich vielleicht nicht alle so gut benehmen, wie es in einem solchen Haus erwartet wird, bleiben die Mitarbeiter des Hotels immer höflich und so geduldig wie möglich, egal ob Portier, Gepäckträger, Kellner oder Zimmermädchen.

Gastronomie in 5-Sterne-Hotels

Zahlreiche Hotels dieser Kategorie gelten als jeweils bestes Haus am Platze und werden diesem Ruf auch gastronomisch gerecht. Sterneköche werden engagiert, um die gehobene und erlesene Küche zu zelebrieren und um Feinschmecker in die Hotelrestaurants zu ziehen. Die Hotelgäste essen häufig gern auswärts, wenn sie dabei sind, die Stadt zu erkunden. Einheimische gehen dafür ins Hotel, um dort zu speisen. In einem 5-Sterne-Hotel gibt es mindestens ein Restaurant und außerdem häufig einen separaten Frühstücksraum, eine Bar oder einen Tearoom und gemütliche Lounges, in denen auch Getränke und Snacks serviert werden. Im Foyer treffen sich Menschen auf einen Café, zum Lesen oder Plaudern und für geschäftliche Besprechungen. Manche sitzen auch einfach da und schauen den Gästen bei der Ankunft oder beim Auschecken zu.

Traditionelle Küche der Regionen

Jedes Land, jede Region hat einen eigenen Gaumen und eigene Gerichte, die in den einheimischen Restaurants angeboten werden. Der Begriff „Restaurant“ verspricht in erster Linie eine gehobene Gastronomie. Dieses Bild hat sich allerdings in den letzten Jahren verschoben und so bekommt der Gast in einem Restaurant längst nicht mehr nur eine erstklassige Cuisine vorgesetzt. Die bodenständige Küche erfreut sich nach wie vor äußerster Beliebtheit. Die Menschen lieben ihre vertraute Kost, die nicht selten schwer wiegt und aus großen Portionen besteht. Restaurants mit guter Küche sind gut besucht. Daran ändert auch die Finanzkrise nichts. Essen gehen ist ein gesellschaftliches Event und nicht selten sind die Anlässe Feierlichkeiten oder romantische Dates. Die Gastronomie lässt sich in dieser Hinsicht einiges einfallen und die Restaurants punkten mit speziellen Candle-Light-Dinners oder mit Motto-Buffets. Die traditionelle Küche steht auch im Run mit den ausländischen Gourmettempeln durchaus ihren Mann.

Ausländische Restaurants bieten leckere Gaumenfreuden

Exotische Restaurants haben auch bei uns Fuß gefasst. Neben den italienischen und griechischen Lokalen konnten sich chinesische, japanische, vietnamesische, spanische oder indische Restaurants, um nur einige zu nennen, erfolgreich etablieren. Pizza und Pasta, Giros und Bauernsalat stehen zwar in der Gunst der Gäste noch ganz weit oben, aber die Probierlust hat zugenommen und exotische Genüsse sind durchaus eine Sünde wert. Vor allem die Generation 50plus hat die fremdländische Küche für sich entdeckt. Die fremden Speisen versprechen Spaß und Spannung und vor allen Dingen stillen sie den Hunger auf sinnliche Art und Weise. Zudem wissen bereits viele Menschen wie Nasi Goreng und Tapas wirklich schmecken müssen. Die weitgereisten Erdenbürger sind die Vorreiter auf dem erlesenen Gebiet der kulinarischen Genüsse.

Fast-Food-Restaurants – umstritten und doch so beliebt

Keiner konnte ihren Siegeszug stoppen. Die Ketten der Fast-Food-Restaurants sind aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Burger, Pommes und Cola sind besonders bei der Jugend nach wie vor der Renner. Und muss es mal schnell gehen, dann essen selbst Oma und Opa mit den Kleinen ein schnelles Menü. Die Restaurants sind unkompliziert, gut zu erreichen und selbst den Wagen muss man nicht zwangsläufig verlassen, um an das Essen zu kommen. Neben den klassischen Hamburger-Restaurants haben sich mittlerweile Döner-Imbisse, chinesische und thailändische Schnellküchen, Sushi-Restaurants und Pizza-Services einen Namen gemacht. In den kleinen Restaurants kann man gut und günstig essen oder die ausgewählten Speisen mitnehmen. Aus manchem Imbissstand ist so mit der Zeit ein angenehmes Restaurant geworden, das nach und nach seinen Fast-Food-Charakter sogar verloren hat.

Beliebte Getränke

Der Genuss von Getränken ist mehr als nur die Aufnahme von Flüssigkeit. Er ist eine kulinarische Herausforderung, denn Getränke sind alle ganz unterschiedlich und keins gleicht dem anderen. Das beginnt bereits beim Wein, der darüber entscheiden kann, ob die Speise schmeckt oder nicht. Beliebte Getränke enthalten mal Alkohol und mal auch nicht, sodass für jeden Geschmack und Lebensstil etwas Passendes dabei sein wird. Ganz gleich, was man gerne trinkt – unter den beliebten Getränken findet man bestimmt einen neuen Liebling, mit dem man sich anfreunden kann und der zu vielem passt, was man gerne begleitend dazu isst.

Erfrischungsgetränke

Zu den beliebtesten Erfrischungsgetränken gehören Limonaden. Sie prickeln dank der enthaltenen Kohlensäure und sorgen dafür, dass ein angenehmes Gefühl entsteht, wenn wir sie trinken. Ihr Geschmack ist meistens fruchtig und erfrischend, was die Wirkung der Kohlensäure noch unterstützt. Cola, Fanta und Sprite sind die Großen Drei im Bereich der Erfrischungsgetränke, man bekommt sie überall und jeder mag sie – auch, wenn sicher jeder ein Lieblingsgetränk unter diesen drei hat. Daneben sind auch die Alternativ-Limonaden kleinerer weniger bekannter Marken sehr beliebt, beispielsweise die Produkte aus dem Hause Pepsi oder Sinalco.

Alkoholische Getränke

Beim Alkohol hat jeder ein eigenes Lieblingsgetränk. Viele Gourmets lieben beispielsweise Wein, denn er passt zu leckerem Essen und kann auch alleine getrunken werden. Mindestens genauso beliebt ist Bier in all seinen unterschiedlichen Ausführungen. Neben den Getränken mit geringerem Alkoholgehalt sind auch Schnäpse, Aperitifs, Liköre und Mischungen aus ihnen beliebt: Cocktails. Kräuterliköre erfreuen sich einer eher kleinen Fangemeinde, da sie sehr speziell sind. Fruchtliköre oder Cocktails sind hingegen beliebter, denn sie bringen Geschmacksrichtungen mit, die allgemein mehr Personen schmecken und die besser ankommen als spezielle Geschmacksrichtungen.

Säfte, Mixgetränke und frische Ideen

Fruchtsäfte, Milch und ähnliche Getränke sind alte Klassiker, die man kennen und lieben muss. Es gibt natürlich immer mal wieder den einen oder anderen Menschen, der beispielsweise Milch oder einen bestimmten Saft nicht mag. Beliebt sind nicht nur die Reinformen der Klassiker, sondern auch Mixgetränke, die man aus ihnen machen kann. Smoothies, Milkshakes oder ähnliche Ideen kommen einfach gut an und werden immer gerne getrunken. Mit ihnen kann man so viel experimentieren, dass es kaum eine klassische Form gibt: Ein neuer Bestandteil kann dafür sorgen, dass sich das Getränk grundlegend verändert und man es nicht mehr wieder erkennt, denn es wirkt wie ein ganz neuer Mix, den man noch nie in dieser Form kennen gelernt hat und der spannend und aufregend schmeckt.

Vom Korn zum Kuchen

Seitdem der Mensch vor etwa 10.000 Jahren sesshaft wurde, wird Getreide angebaut. Anfänglich wurden die Körner noch roh verspeist, erst viel später zwischen Steinen gemahlen und mit Wasser zu einem Brei vermischt. Dieser Getreidebrei war etwa 4.000 Jahre lang eines der Grundnahrungsmittel der Menschheit. Vermutlich wurde vor circa 6.000 Jahren ein verschütteter Klecks Getreidebrei auf einem Stein in der Sonne zu einem Fladen gebacken. Das erste Brot war gebacken, allerdings musste dies warm gegessen werden, denn bei Abkühlung wurde es steinhart und damit ungenießbar. Auch durch Zufall hat man sicherlich durch einen in der Sonne oder im Regen stehenden vergessenen Getreidebrei entdeckt, dass derselbige durch Gärprozesse, die, wie man heute weiß, durch Mikroorganismen in Gang gesetzt wurden, den Teig beim Backen luftiger und lockerer machte. Dies war der Ursprung des Sauerteiges. Noch heute werden in manchen Ländern übrigens auf diese Weise Fladenbrote hergestellt. Man fügte in frühen Jahren zum Würzen irgendwann ein wenig Wildhonig dazu, und so wurde höchstwahrscheinlich der erste Kuchen als süßer Fladen auf einem heißen Stein gebacken.

Kuchen, Torten und Gebäck

Schaut man sich heute in einer Konditorei um, so kann man kaum glauben, dass aus einem ehemaligen Kuchenfladen derart viele Torten, Kuchen, Kekse und Kleingebäckstücke entstanden sein sollen. Das hat nicht nur mit der Weiterentwicklung des Teiges zu tun, sondern auch mit der verbesserten Mahltechnik, der Verwendung von Zucker und den „neumodischen“ Erfindungen, wie etwa Backpulver. Auch die kontrollierte Verwendung von Hefe gehört dazu. Man hatte nämlich herausgefunden, dass die in der Luft vorkommenden Mikroorganismen den Teig zwar locker machen, aber die im Mehl vorkommende Stärke zersetzten. Sie verbrauchten also selbst Unmengen an Mehl, um einen Teig lockerer zu machen. So war Kuchenteig sehr teuer und meist nur für den Adel und Königshäuser erschwinglich. Erst die Erfindung des Backpulvers von Justus Liebig im Jahre 1833 brachte den Umschwung, da sich das Mehl beim Lockerungsvorgang nicht mehr zersetzte. So wurde mit den Jahren der Kuchen ein Genussmittel für die Allgemeinheit und damit auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.

Kurioses zum Kuchen

Es gibt ganz besondere Feiertage, da gehört der Kuchen einfach dazu. Beispielsweise ist eine Hochzeit ohne Hochzeitstorte undenkbar, ebenso wie ein Weihnachtsfest ohne leckeren Christstollen. Bereits bei den Ägyptern gab es zur Hochzeit einen besonderen Kuchen, der über dem Kopf der Brautleute zerteilt wurde. Die Krümel sollten Glück bringen. Im Mittelalter symbolisierte die mehrstöckige Hochzeitstorte eine Kirche, drei Lagen sollten die Lebensstationen der Geburt, der Heirat und den Tod aufzeigen. Der aus dem 14. Jahrhundert stammende Weihnachtsstollen stellt das Christkind in Windeln dar. Übrigens wird der Stollen früher nicht sonderlich gut geschmeckt haben, Erst um 1500 wurde von der Kirche das Verbot aufgehoben, Butter im Stollen zu verbacken.